ACADEMIA

Ars Augusta

für die Musik und das Theater in Schlesien

Die Grenzregion im Dreieck zwischen Niederschlesien (Polen), Böhmen (Tschechische Republik) und der Lausitz (Deutschland) wird wegen ihrer Fülle an historischen Stätten in der gesamten wunderschönen Landschaft oft als „Arkadien“ bezeichnet. Diese Region war einst voller Energie aller Art, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Art, aber seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wartet sie immer noch darauf, „wieder zum Leben erweckt zu werden“. Die europäische Strategie für die regionale Entwicklung zielt darauf ab, Kultur und Tourismus im Hinblick auf ökologische Anforderungen zu verbinden. Aus dieser Perspektive werden wir einen Beitrag leisten, indem wir eine Internationale Akademie für Musik und Theater initiieren. Junge Sänger, Musiker und Schauspieler aus aller Welt werden nicht nur mit erfahrenen Regisseuren und Künstlern berühmte Werke aus der europäischen Musik- und Operngeschichte studieren, sondern auch vergessene Meisterwerke aus dem lokalen Kulturerbe wiederentdecken und aufführen und mit neuen und nachhaltigen experimentieren Möglichkeiten der Opernaufführung und Einbeziehung lokaler Handwerker und Handwerker in den Produktionsprozess.

 

Im Zentrum des Projekts steht die „Perle von iseliszów“, eine schöne verlassene ehemalige deutsche evangelische Kirche, die 1786 von Carl Langhans im klassizistischen Stil erbaut wurde und bereits durch das Internet als „verlorener Ort“ mit magischem Licht berühmt wurde. Im Jahr 2013 gründete eine Gruppe junger polnischer Künstler die Stiftung „Your Heritage“, um die Perle vor dem Untergang zu bewahren. Die Stiftung wurde bald Eigentümer des Ortes und 2018 wurde eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft "Ars-Augusta e.V." um die ehemalige Kirche in eine multikulturelle Arena speziell für Musik und Theater zu verwandeln. Im Jahr 2020 hat bereits ein internationaler Akademie-Workshop mit Madrigalen von Claudio Monteverdi stattgefunden, der mit einem öffentlichen Spendenkonzert erfolgreich abgeschlossen wurde. Jetzt gehen die Renovierungsarbeiten schnell voran und bald werden wir den Status dieses Ortes von „verloren“ in „wiedergefunden“ ändern.

 

ARCADIA möchte der „Perle“ neues Leben und einen neuen Sinn geben, indem sie sie mit Musik und junger Energie füllt und sie so zu einem Symbol für Aufstand und neuen positiven Geist für die gesamte Region macht. Die drei Projekte, die die Akademie im Falle des Gewinns des Fedora-Preises erstellen möchte, sind:

 

1. „Die Geburt der deutschen Oper“, ein Workshop zur Poesie von Martin Opitz und zur Musik von Heinrich Schütz. Martin Opitz, ein schlesischer Dichter, und Heinrich Schütz, ein sächsischer Musiker, schufen die allererste deutsche Oper „Dafne“, die leider verloren ging. Aber es gibt noch viele wundervolle Madrigale, die von den beiden Barockkünstlern komponiert wurden. Ein Workshop zu diesen Madrigalen mit Enrique Gomez-Cabrero Fernandez und Marie Kuijken endet mit einer Aufführung mit Kostümen und Lichtern in der „Perle“ (und im Barockschloss Rammenau in Sachsen - Juni 2021). Das Projekt wird bereits teilweise finanziert von " Mitteldeutsche Barockmusik eV " und der Bundesfonds des "Kulturreferats für Schlesien" (Oktober 2021).

 

2. Die Wiederentdeckung des vergessenen italienischen Barockkomponisten Antonio Bioni (1698–1739), der in der Breslauer Oper arbeitete. Mit einer internationalen Premiere wird ARCADIA die Oper „Das Tempo weit weg von der Schönheit“ (1739) in der „Perle“ wiederbeleben, gefolgt von einem Tournee durch alle kleinen Theater in der Region Schlesien.

 

3. Abschlussprojekt für das Jahr 2022: „Orfeo“ von Claudio Monteverdi mit Regisseur Piotr Jedrzejas und dem Lausitzer Barockensemble. (Juli 2022). Alle Projekte werden online aufgezeichnet und gestreamt, eine spezielle Broschüre über die Komponisten und ihre Musik wird veröffentlicht. Die Projektteilnehmer erhalten Aufzeichnungen der Ereignisse und ein Diplom der Akademie.

 

Künstlerteam

Künstlerische Leiterin: Eleni Loannidou, Opernsängerin und Produzentin, Chef von Ars-Augusta e.V. , Gründerin des "Lausitzer Barockensembles". Im Laufe ihrer Karriere besuchte sie einige der wichtigsten Akademien wie die "Academia della Scala di Milano" und die Academia "Il Teatro e la Musica" der Europäischen Gemeinschaft in Prato (Italien).

 

Assistent und Logistik: Wilk Korwin-Szymanowski, Direktor der Stiftung "Ihr Erbe" und Verwalter der "Perle von Zeliszow".

 

Musikalische Leitung: Enrique Gomez-Cabrero Fernandez, Barockviolinist und Dirigent, Tutor, Konzertmeister des Lausitzer Barockensembles. Enrique lebt in echter Leidenschaft für alte Musik und dirigierte bereits die erste Opernproduktion der "Academia Ars Augusta", der (nach 300 Jahren des Vergessens) wiederentdeckten Oper "Giove in Argo" von Antonio Lotti, die 2019 im "Palais im" aufgeführt wurde Grossen Garten "in Dresden.

 

Regisseur, Tutor für die Inszenierung: Piotr Jedrzejas, ehemaliger Regisseur des "Norwid Theatre" in Jelenia Gora, eine anerkannte Theaterpersönlichkeit mit großer Liebe zur Musik, zum Theater und offen für innovative Ideen und Konzepte.

 

Marie Kuijken, Sängerin und Lehrerin. Sehr anerkannter Musiker mit viel Erfahrung als Lehrer der Akademie „La petite Bande“ in Italien.

Aktuelles Projekt:

Der schlesische Apollo

Martin Opitz und die Musik

Eine Hommage an den Gründer der deutschen Dichterschule und die Komponisten des Frühbarocks in unseren Region
Madrigale von Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt und Constantin Christian Dedekind zu Lyrik von Martin Opitz
Workshop und Aufführungen: 20-28.Juni 2021

A R C A D I A 

Wir nehmen am Wettbewerb FEDORA "Educational Prize" teil. Bitte stimmen Sie jetzt für unser Projekt! Die Wahl dauert nur bis Ende der Woche...

Vergangene Projekte

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