Sat, Jun 26 | Barockschloss Rammenau

Der Schlesische Apollo: Martin Opitz und die Musik

Madrigale, Dialoge und Lieder zur Lyrik von Martin Opitz. Musik von Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt und Constantin Christian Dedekind
Eintrittskarten stehen nicht zum Verkauf

Zeit & Ort

Jun 26, 4:30 PM
Barockschloss Rammenau, Am Schloß 4, 01877 Rammenau, Deutschland

Über die Veranstaltung

Programm:

Heinrich Schütz (1585, Köstritz - 1672, Dresden)

Madrigale zu Lyrik von Martin Opitz (1597, Bunzlau - 1639, Danzig) 

Itzt blicken durch des Himmels Saal SWV 460.  

Glück zu dem Helikon SWV 96  

Tugend Ist der beste Freund SWV 442 

Die Erde trinkt für sich SWV 438 

Nachdem ich lag In meinem öden Bette SWV 451 

Läßt Salomon sein Bette nicht umgeben SWV 452

Andreas Hammerschmidt (1611, Brüx, 1675, Zittau)

Fünf aus der "Dialogen II" zu Lyrik von Martin Opitz

Constantin Christian Dedekind (Reinsdorf, 1628- Dresden, 1715)

Fünf Lieder aus der „Elbianische Musen-Lust"  zu Lyrik von Martin Opitz

Teil 1. 16:30

Teil 2. 18:30

Mitwirkende:

Academia Ars Augusta

Solisten: 2 Sopran, 1 Alto, 1 Tenor, 1 Bass)

(2 Violinen, Viola da Gamba, Theorbe und Orgel

Dirigent: Enrique Gomez-Cabrero Fernandez

Ein Projekt des Vereins Ars-Augusta e.V.. Veranstaltet vom Barockschloss Rammenau.

Gefördert durch die Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.

und aus Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien über das Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz

Eintrittskarten/Informationen: www.barockschloss-rammenau.com

Barockschloss Rammenau Rammenau Baroque Castle

Am Schloss 4 | 01877 Rammenau | Germany

Telefon Phone +49 (0) 3594 703559

Über das Konzert:

Viele Menschen wissen nicht, dass die deutsche Oper in unserem Kulturraum (Sachsen und Schlesien) geboren wurde. Zu Beginn des 17.Jahrhunderts, als In Florenz die Camerata Fiorentina, eine Gruppe von Künstlern und Adeligen, die Oper als Wiedergeburt der antiken griechischen Tragödie feierte, wirkte zwischen Elbe und Oder einer der wichtigsten Renaissance Komponisten, nämlich der 1585 in Köstritz geborene Heinrich Schütz. Im Jahr 1597 wurde im Schlesischen Bunzlau Martin Opitz geboren, der Begründer der Schlesischen Dichterschule und ein einflussreicher Dichter der deutschen Literatur dieser Zeit.

Während seiner Reise durch Italien hörte Schütz die erste Oper namens „Dafne" von Jakopo Peri nach einem Text von Rinuncini. Er wollte daraufhin unbedingt etwas ähnliches in Deutschland machen. Gegen 1625 besuchte Opitz Dresden, um zusammen mit Heinrich Schütz eine Singspiel-Kommödie zu schreiben. Opitz übersetzte und adaptierte das Libretto von Rinuncini ins Deutsche und so entstand die erste deutsche Oper „Dafne", uraufgeführt im Schloss Hartenfels in Torgau im Jahr 1627. Während die Text-Dichtung überlebt hat, ist die Musik dazu leider verschollen.

Heinrich Schütz aber hat auch einige Madrigale nach Dichtungen von Martin Opitz komponiert. Das Madrigal ist eine kleine Vokal-Form, quasi ein Vorbote der Opernform. Heinrich Schütz hat speziell für diese Gattung kleine, musikalische Perlen geschaffen, die keineswegs minderwertiger sind als die seines italienischen Kollegen Claudio Monteverdi, eher im Gegenteil.

"Academia Ars Augusta", eine junge, privat initiierte Institution, die sich der Erforschung und dem Studium der alten Musik in Zusammenarbeit mit jungen Künstlern in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec befasst, hatte ihr erstes Projekt bereits eben den Madrigalen von Claudio Monteverdi gewidmet. Im Jahr 2019 brachte sie zur dreihundertsten Jahresfeier der berühmten Planetenfeste von 1719 mit großem Erfolg die Oper „Giove in Argo“ von Antonio Lotti (als Erstaufführung in modernen Zeiten) auf die Bühne des Kurtheaters in Bad Salzbrunn und in das Palais im Grossen Garten in Dresden. Die Oper wurde heuer (2020) ebenfalls mit großem Erfolg im Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz wiederholt. Gefördert wurde die Produktion durch die "Mitteldeutsche Barockmusik e.V.“

Die selbe Institution zusammen mit dem Kulturreferat für Schlesien fördern das Projekt der Akademie für das Jahr 2021, das sich mit der fruchtbaren Zusammenarbeit der Sächsichen Komponisten Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt und Christoph Konstantin Dedekind mit dem Schlesischen Dichter Martin Opitz befassen wird. In einer begleitenden Broschüre werden die Gedichte auch in die polnische Sprache übersetzt erscheinen (Frau DrJolanta Szafarz wird auch einen Vortrag zum Thema "Opitz" halten, während eine Gruppe von fünf vielversprechenden, jungen Künstlern aus Polen und Sachsen sowie auch aus anderen europäischen Ländern durch ein offen veranstaltetes Vorsingen ausgewählt werden.

Die Instrumentalisten (2 Violinen, Viola, Viola da Gamba, Theorbe und Orgel) spielen auf Nachbauten historischen Instrumente in der original Stimmung von A = 414 Herz.

Das Projekt leitet musikalisch der spanische Barockviolinist und Dirigent Enrique Gomez-Cabrero Fernandez, der in Breslau lebt und seit zwei Jahren der Konzertmeister des Ensembles ist. Die berühmte Musikerin Marie Kuijken wird Interpretation unterrrichten und Frak Pschichholz Theorbe.

Das Abschlusskonzert findet dann im Barockschloss Rammenau am 26.Juni 2021 statt, und am 27.Juni um 16:00 Uhr in der ehemaligen evangelischen Kirche in Giersdorf, heute genannt "Perle von Zeliszow"

Vorgestellt werden Madrigale von Heinrich Schütz und Andreas Hammerschmidt sowie Lieder von Constantin Christian Dedekind aus dem Kompendium „Elbianische Musen-Lust“, stets zu Texten von Martin Opitz. Das wird uns in der Zeit um vierhundert Jahre zurück versetzen, als in Sachsen mit dem Ende des dreißigjährigen Krieges die Renaissance ihre Stimme erhoben hat.

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