Fr., 25. Juni | PEREGRINUS

Der Schlesische Apollo | Generalprobe

"Der schlesische Apollo | Martin Opitz und die Musik": Madrigale von Heinrich Schütz, Andreas Hammerschmidt und Constantin Christian Dedekind zu Dichtung von Martin Opitz. Generalprobe mit Enrique Gomez-Cabrero Fernandez
Der Schlesische Apollo | Generalprobe

Zeit & Ort

25. Juni, 15:00 – 18:00
PEREGRINUS, Langenstraße 37, 02826 Görlitz, Deutschland

Über die Veranstaltung

Gefördert durch Mittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Schlesischen Museum zu Görlitz und die Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. beginnen wir vom Verein Ars Augusta e.V. im Juni ein ungewöhnliches Projekt, das in Görlitz und zu beiden Seiten der Neisse stattfinden wird. Es ist eine „Reise“ zurück in die Zeit vor 400 Jahren, als in unserer Region, angeregt durch die Reformation und den Späthumanismus, die Kunst ganz erstaunliche Früchte hervor gebracht hat, und in der schrecklichen Zeit des 30-jährigen Krieges die Bürger zu den Idealen der Antike und des Ur-Christentums inspirieren wollten. 

Der Dichter Martin Opitz wurde 1597 in Bunzlau geboren und starb 1636 in Danzig. Mit seinem „Buchlein der deutschen Poeterey“ wollte er die deutsche Dichtung nach dem Vorbild der Poeten aus der Antike reformieren. Heinrich Schütz war eben aus Italien nach Dresden zurückgekehrt und brachte die Madrigale und das Libretto einer der ersten Oper, „Daphne“ von Peri mit, die in die deutsche Sprache übersetzt werden sollte. So begründete die erste deutsche Oper „Dafne“, die in sächsischen Torgau 1627 aufgeführt wurde, den Beginn der Zusammenarbeit zwischen Martin Opitz und Heinrich Schütz. Viele Komponisten folgten nach: Sie schrieben Madrigale, Motteten, Lieder und weitere Opern, die Dichting und die Musik blühte auf. 

Am 20. Juni treffen nun in den bestens dafür geeigneten Räumen der Herberge PEREGRINUS in Görlitz (die ehemalige Hochschule für Kirchenmusik) junge Musiker und Dozenten aus ganz Europa zusammen. Sie kommen aus Amsterdam, Wien und Dresden, Italien und Polen, ja sogar aus Bulgarien, Israel und Griechenland, um sich mit diesen Dichtungen und der zugehörigen Musik zu befassen.

Das Ergebnis wird ein halbszenisches Konzert im Barockschloss Rammenau und in der ehemaligen evangelischen Kriche in Giersdorf sein, (nahe bei Bunzlau). Geplant ist in Görlitz auch ein Vortrag über Martin Opitz als bedeutenden, schlesischen Dichter sowie eine offene Meisterklasse (wie man Madrigale singt), die vor Publikum stattfinden wird. Das Abschlusskonzert des Projektes wird außerdem in Bild und Ton aufgezeichnet. Im Anschluss daran werden wir eine Broschüre mit einer Auswahl der Gedichte in deutsch und polnisch veröffentlichen.

Wir möchten Sie hiermit herzlichst einladen, an diesem faszinierenden Projekt als Gast teilzunehmen!

„Schlesischer Apollo: Martin Opitz und die Musik“

Generalprobe am Freitag 25.Juni 2021, zwischen 15 und 18 Uhr

PEREGRINUS, Langenstrasse 37, Görlitz

Eintritt frei, Anmeldung wegen eines Hygienen-Konzeptes erforderlich.

Tel. Paul Knobloch Mobil: 0173 7505249, Mail: paul.knobloch@cvjm-schlesien.de

"Die Wiege der deutschen Oper" Konzert

Barockschloss Rammenau am 26.Juni 2021, um 16:30 und um 18:30

Barockschloss Rammenau, Am Schloss 4 | 01877 Rammenau | Germany

Telefon Phone +49 (0) 3594 703559

Wegen des Hygiene-Konzeptes in zwei verschiedene Konzerte aufgeteilt. Anmeldung und Tickets unter dem Link.

"Der Schlesische Apollo | Martin Opitz und die Musik" Halbszenisches Konzert

The Pearl of Zeliszow (ehemalige evangelische Kirche in Zeliszow/Bunzlau), um 16:00 und um 17:30 Uhr.

Eintritt frei. Spenden erwünscht. Anmeldung unter: Link

oder telefonisch an +49 3581 8778460 (Deutschland) und +48 502 991789 (Polen)

Künstlerisches Konzept: Eleni Ioannidou

Dozenten und Mitwirkende: Enrique Gomez-Cabrero Fernandez (historische Praxis), Prof.Britta Schwarz (Gesang), Michele Cinquina (Begleitung an der Laute)

Ensemble: Academia Ars Augusta

Anna Bachleitner, Sopran

Shira Miriam Cohen, Sopran

Ioulia Spanou, Alt

Christian Bild, Tenor

Nathaniel Kondrat, Bass

Enrique Gomez-Cabrero Fernandez, Barockvioline

Lukas Hamberger, Barockvioline

Ela Kaluchiewicz, Viola da gamba

Dimitri Dimitrov, Orgel

Michele Cinquina, Laute

Programm:

1. Itzt blicken durch des Himmels Saal SWV 460

Heinrich Schütz (1585, Köstritz - 1672, Dresden) / Martin Opitz (Teutsche Poemata)

2. O dolcezze amarissime d´amore SWV 2

Heinrich Schütz / Giovani Battista Guarini

3. Die Erde trinkt für sich SWV 438

Heinrich Schütz / Martin Opitz (Epigramme, nach Anakreon)

4. Liebster, sagt in süssen Schmerzen SWV 438

Heinrich Schütz / Martin Opitz (aus „Salomons Hohenlied“)

5. Glück zu den Helikon SWV 96

Heinrich Schütz / Martin Opitz

6a. Tugend ist der beste Freund

Andreas Hammerschmidt (1611, Brüx, 1675, Zittau) / Martin Opitz (aus "Martini Opitii Acht Bücher Deutscher Poematum“)

6b. Der Morgenröth ihr Lachen befördert alle Sachen

Constantin Christian Dedekind (Reinsdorf, 1628- Dresden, 1715) / Martin Opitz

7a. Wer Gott das Herze giebet

Andreas Hammerschmidt / Martin Opitz (aus "Martini Opitii Acht Bücher Deutscher Poematum“)

8.Läßt Salomon sein Bette nicht umgeben SWV 452

Heinrich Schütz / Martin Opitz (aus „Salomons Hohenlied“)

7b. Wie die güldnen Rosen Zier

Andreas Hammerschmidt (Aus Geistlichen Dialogen II Salomons Hohenlied - Andert Teil) / Martin Opitz

9a. Die Augen merken oftmals an

Constantin Christian Dedekind / Martin Opitz

9b. Nachdem ich lag in meinem öden Bette SWV 451

Heinrich Schütz / Martin Opitz

(aus „Salomons Hohenlied“)

10a. Komm Nordwind du

Andreas Hammerschmidt (Aus Geistlichen Dialogen II Salomons Hohenlied - Andert Teil) / Martin Opitz

10b. Wenn Gott auf unsre Lenden

Andreas Hammerschmidt / Martin Opitz

11. Teutoniam dudum belli SWV 338

Heinrich Schütz / Anonym

"Academia Ars Augusta", eine junge, privat initiierte Institution, die sich der Erforschung und dem Studium der alten Musik in Zusammenarbeit mit jungen Künstlern in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec befasst, hatte ihr erstes Projekt bereits eben den Madrigalen von Claudio Monteverdi gewidmet. Im Jahr 2019 brachte sie zur dreihundertsten Jahresfeier der berühmten Planetenfeste von 1719 mit großem Erfolg die Oper „Giove in Argo“ von Antonio Lotti (als Erstaufführung in modernen Zeiten) auf die Bühne des Kurtheaters in Bad Salzbrunn und in das Palais im Grossen Garten in Dresden. 

Die Instrumentalisten (2 Violinen, Viola, Viola da Gamba, Theorbe und Orgel) spielen auf Nachbauten historischen Instrumente in der original Stimmung von A = 414 Herz.

Tickets
Preis
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  • Platz im Raum
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  • Platz auf der Terrasse
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