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GIOVE IN ARGO

Die Aufführung gehört zum Veranstaltungskonzept  #1719reloaded

Dresden 1719: Das berühmte "Planetenfest"

1719  war für Sachsen aber auch für Polen ein denkwürdiges Jahr. Anläßlich der Eröffnung der Feierlichkeiten zur Hochzeit von Friedrich August, Sohn August des Starken, mit der Habsburgischen Prinzessin Maria Josepha, dirigiert der Venezianer Antonio Lotti in der dafür neu eröffneten Oper am Zwinger seine Barockoper "Giove in Argo" (Zeus in Argos, die Hauptstadt des mythologischen Arkadien). Aus ganz Europa, aber vor allem aus Polen, folgen die Intellektuellen, die Künstler, Adlige und Herrscher der Einladung an den Hof in Dresden. August der Starke möchte zeigen, dass er ein großer Kunstmäzen und Herrscher ist, ganz wie es in der Römerzeit der Kaiser Augustus gewesen ist. 

Unser Verein feiert heuer dieses 300. Jubiläum des Planetenfestes und möchte mit dieser Opernaufführung daran erinnern, wie vielfältig die Verbindungen zwischen Polen und Sachsen schon damals gewesen sind und welch reiches Kulturerbe wir dem Mäzenatentum Augusts II, König von Polen, in Europa zu verdanken haben! 

 

Antonio Lotti: "Giove in Argo"

Worum geht es in diesem "Melodrama pastorale"? Wir befinden uns in Arkadien, mitten im Wald, wo alle Protagonisten Zuflucht suchen, weil in Argos, der Hauptstadt der griechischen Region Arkadien, eine große Revolution gegen den bösen Tyrannen Licaone stattfindet. Er hat Inachos, den Vater der Nymphe Io (und Göttin Iside), getötet und muss jetzt fliehen, weil das Volk gegen ihn rebelliert. Die schöne Iside ist todtraurig und möchte am liebsten sterben. Die Nymphe Callisto, Tochter von Licaone, möchte sich auch am liebsten aus der grausamen Welt zurückziehen und sich dem Gefolge der Göttin Diana  anschliessen. Während alle diese Protagonisten im Wald umherirren, erscheint dort der Gott Jupiter, verkleidet als Schäfer, und spielt mit den Protagonisten und deren Leidenschaften. Seine Liebeslust veranlasst ihn, wunderschöne Liebesarien zu singen, die Lotti damals speziell für den bekanntesten Castrato seiner Zeit geschrieben hat: Francesco Bernardi, genannt Senesino.

Musikalische

Leitung

Enrique Gómez Cabrero-Fernández

Enrique Gómez-Cabrero Fernández wurde in Spanien geboren. Nachdem er 2005 sein Geigenstudium bei Francisco Comesaña am Conservatorio Profesional de Música de la Comunidad de Madrid absolviert hatte, veranlasste ihn sein Interesse an der historischen Musikpraxis, mehrere Meister-kurse in Den Haag mit Ryo Terakado zu besuchen. Er studierte und besuchte Meisterkurse bei einigen der besten Profis für Alte Musik wie Enrico Gatti, Hiro Kurosaki, François Fernández, Elisabeth Walfisch, Mira Glodeanu, Tom Koopman usw. Zu seinen musikalischen Kooperationen gehören Dirigenten wie Jacques Ogg, Michael Chance, Jaap ter Linden, Patrick Ayrton, Peter Van Heygen, Oscar Gershenshon. Er spielte mit Gruppen wie dem Orquesta Barroca de la Universidad de Salamanca, dem Orquesta y Coro Viamagna und La Ritirata und wurde mehrfach von Contrasto Armónico

als Konzertmeister eingeladen, mit dem er die Oper "Acis, Galatea e Polifemo", das Oratorium "La Resurrezione" und römische Kantaten von Händel (Brilliant Classics & AYROS) aufgenommen hat.

Er wurde auch als Gastlehrer am Damaskus Konservatorium und als Konzertmeister der Damaskus Barock Solisten eingeladen. Er hatte an einigen Festivals wie dem Utrecht Oude Muziek Festival, dem Utrecht Fringe Festival, dem Nederland Dietrich Buxtehude Festival und dem Duinoord Muziek Festival teilgenommen. Er ist in einigen der besten Konzertsäle Europas aufgetreten wie dem Auditorio Nacional in Madrid, dem Teatro Comunale di Modena, dem Concertgebouw in Amsterdam. Aufnahmen mit ihm wurden in nationalenRadiosendungen des Niederländischen Radio 4 oder dem spanischen RTVE gesendet .

Regie

Szymon Komarnicki

Licht-Regie

Klaudia Kasperska

Klaudia Kasperska - Multimedia-Künstlerin, Absolventin der Theaterwissenschaft an der Jagiellonen-Universität in Krakau, derzeit Studentin an der Akademie der bildenden Künste in Breslau. Nach zweijähriger Tätigkeit als Kritikerin für das polnische Theater (Portal: e-teatr.pl) konzentrierte sie sich auf die künstlerische Arbeit. In Ihrer Tätigkeit konzentriert sie sich auf Videokunst, interaktive Projektionen, Licht-Lenkung und Gestaltung multimedialer Räume im Theater. Bisher realisierte sie unabhängige Projekte oder arbeitete an der Seite von Artur Sienicki (Beleuchtungsdirektor in Zusammenarbeit mit Michał Zadara) oder Bartosz Nalazek (Beleuchtungsdirektor in Zusammenarbeit mit Krzysztof Garbaczewski) an Institutionen wie dem Studio-Theater in Warschau, der Breslauer Oper und dem Schlesischen Theater in Katowice , Musiktheater in Gdynia oder Akademie der Theaterkünste in Krakau.

Regie

Szymon Komarnicki

1989 in Oppeln geboren. Nach dem Abitur studierte er Archäologie. Während des Masterstudiums nahm er am Erasmus-Programm teil. In Brünn faszinierte ihn die Arbeit der tschechischen Filmregisseure. Im Jahr 2015 begann er ein Studium der Theaterregie (Fachrichtung Dramaturgie) an der Akademie für Theaterkünste "Stanisław Wyspiański" in Krakau. Während seines Studiums war er Assistent von Nicholas Grabowski (Witold Gombrowicz „Polnische Erinnerungen“) und Agnieszka Glinska (Slowacki Theater in Krakau „Im Laufe der Jahre und Tage"). Sein Interesse an der Oper wurde geweckt mit der Oper  "König Roger" von Karol Szymanowski. Im Jahr 2018 war er Assistent von Krystian Lady an der Breslauer Oper (Vincenzo Bellini "I Capuleti e i Montecchi").

Im Jahr 2019 assistierte er bei Sjaron 

Minailo während des Festivals von Opera Rara in Krakow (Jean-Philippe Rameaus "Hippolyte" et Aricie) und Beata Redo-Dobber (Charles Gounod "Faust"). In der Zwischenzeit inszenierte er in dem Schauspieler SPATiF-Club in Krakau das Autorendrama „Superhelden“ und leitete die Regie für drei Film-Etüden. Im Juni 2019 wird er Assistent von Jochen Schönleber während des Royal Opera Festivals in Krakau (Gioachino Rossini „Tancredi“). Im Februar 2020 im Rahmen der Erasmus-Programms Praxis im Nationaltheater in Brünn wird er an der Produktion von „Greek Passion“ von Bohuslav'a Martinu beteiligt sein. Regie führt Jiří Heřman. Die Arbeit an "Giove in Argo" ist sein Debüt als Opernregisseur.

Bühnenbild-Kostüme

Jerzy Basiura

Jerzy Basiura ist in Krakau 1998 geboren. Er absolvierte die Staatliche Allgemeine Schule der Schönen Künste in Krakau. Studiert derzeit Szenografie an der Akademie der bildenden Künste in Krakau. Er nahm an Zeichenausstellungen im Zentrum für Zeitgenössische Kunst "Solvay" und in der Gallerie "zweiter Stock" in Krakau teil. Als Kostümbildner und Bühnenbildner arbeitete er an der Schlesischen Universität in Katowice sowie an der AMA Film Academy. 2019 entwarf und realisierte er das Bühnenbild für das Festival "Mikstury Kultury" in Krakau. Er begann die Zusammenarbeit mit Szymon Komarnicki bei dem Stück "Superhelden" - er schuf dafür Kostüme, Bühnenbilder und Projektionen. Neben Theater und Film beschäftigt er sich mit der Fotografie. Er hat sich schon lange für die Oper interessiert- "Giove in Argo" ist sein erstes Projekt in dieser Richtung.

Darsteller

Radosław Pachołek - Countertenor

Arete

Der in Wroclaw lebende Countertenor hat nach seinem Studium als Waldhornist Gesang studiert und sich dann vor allem der alten Musik gewidmet. Als Solist und Mitglied der Ensembles "Wroclawcy Kameralisci" und "Ars Cantus") hat er an zahlreichen Tonträger-Produktionen und Konzertaufführungen mitgewirkt.

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Nana Bugge Rasmussen - Mezzosopran

Iside

Die preisgekrönte Mezzosopranistin aus Dänemark studierte an der Königlichen Akademie in Kopenhagen und der Akademie der Künste in Berlin. Seitdem tritt sie regelmässig an namhaften  Bühnen in ihrem Heimatland und Europa auf.

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Elvire Beekhuizen - Sopran

Erasto

Die niederländische Sopranistin aus Den Haag ist  Absolventin der dortigen berühmten Akademie und Preisträgerin des Wettbewerbes "Königin Christina". Sie ist als Protagonistin zahlreicher Barockopern in Europas und Amerika aufgetreten und verfügt über ein reiches Repertoire an alter Musik..

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Aleksandra Hanus - Sopran

Calisto

Die junge polnische Sopranistin lebt in Breslau. Sie absolvierte ihr Gesangsstudium an der Musikakademie in Lodz, wo sie im Jahr 2018 auch mit einer Opernrolle am dortigen Theater debütierte. Sie arbeitet häufig mit Ensembles für Alte Musik zusammen.

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Linsey Coppens - Mezzosopran

Diana

Die belgische Mezzosopranistin hat  zahlreiche renommierte Wettbewerbe gewonnen und ist zu einer vielgefragten Sängerin 

für Oper und Oratorium geworden.

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Petra Havránková - Sopran

Vespetta

Die aus Prag stammende Sopranistin wohnt aktuell in Dresden und arbeitet als Choristin an der Semperoper. Gleichzeitig tritt sie mit dem renommierten Ensemble Collegium 1704 sowie dem Dresdner Kammerchor auf.

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Mikus Abaronins - Tenor

Licaone

Mikus Abaronins stammt aus Riga (Litauen) wo er neben dem Studium zum Chor-Dirgenten auch eine Gesangsausbildung absolvierte. Als Tenor und Countertenor tritt er häufig mit diversen Ensembles für Barockmusik auf.

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Grzegorz  Zajączkowski - Bass

Milo

Der junge polnische Bass hat die Musikakademie in Poznan abgeschlossen. Schon während des Studiums debütierte er mit ersten Rollen in Poznan und im National Forum Muzyki in Wroclaw.

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Das Lausitzer Barockensemble

Violinen: Helmut Riebl (Konzertmeister), Annette Rössel

Enrique Gomez-Cabrero Fernandez, Seojin Kim

Bratsche: Magdalena Borkowska

Cello: Szczepan Dembinski

Cembalo: Adam Piotr Rorat

Kontrabass: Alexander Göpfert

Traverso-Flöte: Małgorzata Klisowska, Kalina Bienias

Oboe: Hanna Piasna, Katarzyna Czubek

Waldhörner: Christian Schmitt, Krzystof Bielasik

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