Die Künstlerinnen

Die Lieder und Klaviermusik von

Otto Klemperer

Erstaufführung in modernen Zeit, geplant für das Jahr 2021-2022 als Projekt der
"Academia für Musik und Theater in Schlesien" in der Stiftung OP ENHEIM in Wroclaw

Über das Projekt

Otto Klemperer gehört zu den grössten Dirigenten des 20.Jahrhunderts. Sein Leben ist mit Schlesien eng verbunden, da er in Breslau geboren wurde und seine ersten Studien im Stern´schen Konservatorium in Berlin absolviert hat, das berühmte Konservatorium, das der Breslauer Julius Stern in Berlin gegründet hat. Wir wissen viel über seine Tätigkeit als Dirigent aber wenig über sein kompositorisches Werk. In der Zentralbibliothek Zürich befindet sich der Nachlass von Lotte Klemperer. Dazwischen findet man viele Lieder und einige Klavierstücke. Diese Lieder möchte der Verein in Zusammenarbeit mit der Pianistin Katarzyna Wasiak und der Sopranistin Ania Vegry nach Möglichkeit aufführen und Tonaufnahmen davon anfertigen. Die beiden Künstlerinnen widmen einen großen Teil ihrer künstlerischen Tätigkeit der ehemals verfemten, vergessenen Musik der jüdischen Künstler des 20.Jh Jahrhunderts.

Aus www.kuenste-im-exil.de:

Otto Klemperer (14. Mai 1885 in Breslau, Deutschland, heute Polen - 6. Juli 1973 in Zürich, Schweiz) galt in der Weimarer Republik als Dirigent der Moderne: Er engagierte sich unter anderem für Werke von Arnold Schönberg und Kurt Weill. Seine zahlreichen eigenen Kompositionen sind weitgehend unbekannt.

Nach der Emigration aus Deutschland trat Otto Klemperer zunächst als Gastdirigent in den Musikmetropolen Europas auf. Von 1933 bis 1939 war er außerdem Chefdirigent des Los Angeles Philharmonic Orchestra. Seine Frau lebte mit den beiden gemeinsamen Kindern noch in Wien. Nach der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Dollfuß im Juli 1934 entschloss sich Klemperer, Europa ganz den Rücken zu kehren.

Ab Sommer 1935 lebte er gemeinsam mit seiner Familie in der Nähe von Los Angeles. Hier traf er Schönberg wieder, doch die Beziehung zwischen den beiden Musikern war teilweise gespannt, denn Schönberg hegte zu große Erwartungen an Klemperer, dass dieser als Chef des Orchesters in Los Angeles Werke von ihm aufführen würde

1939 erkrankte der Dirigent schwer an einem Hirntumor und zog sich in den folgenden Jahren vom Konzertpodium zurück. Ab 1946 ging er wieder auf Tournee – bedingt durch seine Erkrankung hatte er seinen Posten beim Los Angeles Philharmonic Orchestra verloren. Seit 1940 war Klemperer amerikanischer Staatsbürger, da er jedoch ab 1947 am Budapester Opernhaus Konzerte und Operneinstudierungen leitete, unterstellten ihm die US-amerikanischen Behörden Sympathien mit dem ungarischen Kommunismus und erschwerten ihm die Ausreise zu Gastspielen. 1954 beschloss Klemperer, nicht mehr in die Staaten zurückzukehren und ließ sich in Zürich nieder.

1959 wurde Klemperer Chefdirigent des New Philharmonia Orchestra in London, ab 1964 auf Lebenszeit und nahm 1970 neben der deutschen auch die israelische Staatsbürgerschaft an. Trotz schwerer gesundheitlicher und psychischer Einschränkungen dirigierte Klemperer bis 1971.

Projektphasen

Es wurden schon folgende Lieder und Klavierstücke digitalisiert und einstudiert. Die Werke gehören zum Nachlass von Lotte Klemperer.

"Adagio" für Klavier (1910)

"Allein" (Hermann Hesse) Lied,1913

"Aus dem Dunkel" (Anny v.Mendelssohn) Lied, 1908

"Begegnung" (Heinrich Heine) Lied, 1901

"Berceuse" für Klavier (1905)

"Gebet" für Stimme und Klavier

"Ich will mich im grünen Wald ergeht" (Heinrich Heine) Lied

"Psalm 23" für Sopran und Klavier (1951)

"Wiegenlied" für Stimme und Klavier

Weitere Werke werden noch digitalisiert und eine Auswahl

für einenAbend und eine Tonaufnahme vorbereitet.

Sponsoren werden gesucht. Geschätzte Kosten

des Projektes: um die 5.000 €

Katarzyna wasiak

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Katarzyna Wasiak stammt aus einer polnischen Musikerfamilie und begann im Alter von sieben Jahren ihre musikalische Ausbildung in Breslau. 2002 trat sie mit siebzehn Jahren ihr Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien an (Prof. Oleg Maisenberg, Prof. Wolfgang Watzinger). 2006 setzte sie ihr Studium an der Universität der Künste in Berlin bei Prof. Jacques Rouvier fort und legte 2009 ihr künstlerisches Diplom ab. Anschließend vervollständigte sie ihre Ausbildung mit einem künstlerischen Masterstudium an der Hochschule für Musik Hans Eisler Berlin bei Prof. Fabio Bidini. Katarzyna Wasiak ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe (u.a. in Dallas, Vanves und Villa de Capdepera) und absolvierte ein Zusatzstudium als Kulturmanagerin. Sie war Stipendiatin der polnischen Kultur- und Premierministerien und der Chopin Gesellschaft. Zudem gewann sie mehrere Jahre in Folge Stipendien der Crescendum Est-Polonia Stiftung, sowie das Viadrina Stipendium des Rotary Clubs Deutschland. Wasiak beteiligt sich an Aufnahmen für den Polnischen, Deutschen sowie Österreichischen Rundfunk sowie für das Plattenlabel DUX, Anagram, RecArt und eda records.

Es ist ihr ein wichtiges Anliegen, durch bewusst thematisch orientierte Projekte zur Aufarbeitung historischer Hintergründe beizutragen wie im Fall des polnisch-jüdischen Kulturerbes des 20. Jahrhunderts. Diese Aspekte ihrer künstlerischen Arbeit und Aktivität als Kulturmanagerin haben – gemeinsam mit drei anderen Mitgründern – zur Initiierung des LIMBO KOLLEKTIVs geführt und zu einer Kooperation mit dem Berliner Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter KomponistInnen musica reanimata.

Sie gastiert bei renommierten Festivals, wie dem Musikfestival Carinthischer Sommer, Schleswig-Holstein Musik Festival, Arsonore Music Festival und musiziert mit renommierten Orchestern wie dem Rundfunk Orchester W arschau, dem Estnischen Nationalen Symphonieorchester, der Nationalen Philharmonie der Ukraine und mit namhaften Künstlern wie Michail Jurowski, Nikolai Diadiura, Jerzy Swoboda, Jan Krenz sowie Benjamin Schmid, Sayako Kusaka, Thomas Selditz, Felix Schwartz, Tomasz Tomaszewski, Agata Szymczewska, Clemens Hagen, Andreas Greger. www.katarzyna-wasiak.de

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Ania Vegry

Ania Vegry, geboren in London als Tochter eines polnischen Musiker-Ehepaares, studierte in Hannover bei Christiane Iven und Charlotte Lehmann wie auch in Madrid bei Teresa Berganza. Bereits während ihres Studiums wurde sie festes Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, wo sie sich zahlreiche Fachpartien erarbeitete. Für ihre Susanna in Le nozze di Figaro erhielt sie in der Zeitschrift Opernwelt eine Nominierung zur Nachwuchssängerin des Jahres. Ania Vegry sang und verkörperte zentrale Rollen des Repertoires von der barocken Oper bis hin zum Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts.

Gastengagements führten sie u.a. an die Deutsche Oper und an die Komische Oper in Berlin, die Hamburgische Staatsoper, die Deutsche Oper am Rhein, das Theater Bremen, das Nationaltheater Mannheim, die Opéra Garnier in Paris, die Alte Oper Frankfurt, das Konzerthaus Berlin, die Berliner Philharmonie und die Philharmonie am Gasteig in München. Als gefragte Konzertsängerin musiziert sie u.a. mit Dirigenten wie Alexander Shelley, Jonathan Darlington, Eivind Gullberg Jensen, Simon Halsey, Christopher Hogwood, Ira Levin, Enrique Mazzola, Gregor Bühl, Marc Albrecht, Joana Mallwitz, Ivan Repusic und Helmuth Rilling. Sie gibt regelmäßig Liederabende und konzertiert mit namhaften europäischen Orchestern sowie spezialisierte Ensembles für Alte und Neue Musik. Zu ihren kammermusikalischen Partnern gehören international renommierte Musiker wie Tabea Zimmermann, Andreas Ottensamer, Albrecht Mayer, Sharon Kam, Markus Becker, Rudolf Buchbinder, Maxim Vengerov, Andrej Bielow, Nicholas Rimmer und Jan-Philip Schulze. Sie ist regelmäßig bei internationalen Festivals zu Gast.

Für Rundfunkanstalten (NDR, MDR, SWR, BR) hat Ania Vegry wiederholt Opernarien und Liederzyklen aufgenommen. Die Hannoveraner Produktion von Gassmanns L ́Opera Seria nahm sie zum Anlass, dessen Oeuvre zu sichten und bisher nicht verlegten Konzert- und Opernarien herausgeben zu lassen und mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von David Stern für das Label CPO aufzunehmen. www.aniavegry.com

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